Eine Uni – ein Buch

 

Jeder kennt die Abenteuer des Galliers Asterix unter der Herrschaft der Römer. Doch welche medizinischen, technischen, natur- oder sozialwissenschaftlichen Hintergründe stecken eigentlich in den Geschichten um den kleinen tapferen Gallier? Auf welche biochemischen Fakten kann sich Miraculix bei der Zubereitung des Zaubertranks berufen? Welche mechanischen und physikalischen Gesetze werden sehr kreativ ausgelegt, wenn Obelix Römer verprügelt?

In diesem Projekt werden zu diesen und vielen weiteren Themen Sequenzen in Asterix®-Comics identifiziert und mit einem wissenschaftlichen und einem zwinkernden Auge Stück für Stück auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt. Denn bei intensiver Betrachtung ist das Potential der in diesen Geschichten wissentlich oder zufällig gemachten Anspielungen weitaus mächtiger als eine oberflächliche Lektüre vermuten lässt. Jedes einzelne Thema wird gemeinsam von einem Themenpaten und einem Experten vorbereitet und in verschiedenen Formaten (von Vortrag über Workshop bis hin zum Sesterzen-Slam) mit Beteiligung der Zuhörer behandelt.

Eine Uni – ein Buch ist ein gemeinsames Programm des Stifterverbandes und der Klaus Tschira Stiftung in Kooperation mit dem ZEIT Verlag.

 

Dienstag, 13. August 2019, 16:30 bis 18 Uhr

Asterix - was fällt EUCH auf?

In dieser Veranstaltung sind alle Teilnehmenden gefragt. In kleinen Gruppen und lockeren Diskussionsrunden bei Kaffee und Kuchen liegen Asterix-Comics bereit, die nur darauf warten, nach wissenschaftlichen oder gesellschaftlichen Ansätzen, Fragestellungen oder Anspielungen durchsucht zu werden. Dafür ist kein Vorwissen erforderlich: Durch gemeinsame Diskussionen über die aufkommenden Ideen können vielmehr Vermutungen eruiert werden und die systematische Herangehensweise an die in den Comics dargestellten Phänomene einmal selbst ausprobiert werden. Neben der freien Bearbeitung in kleinen Gruppen wird eine zusätzliche Leitfrage für alle ausgegeben und wer möchte, kann mit seiner Gruppe abschließend die gewonnenen Erkenntnisse vorstellen.

Wer am Ende keine Asterix-Comics mehr lesen kann, ohne bei jedem zweiten Bild über weitere Ansätze zu stolpern und seine aufkommende, wissenschaftliche Neugier befriedigen zu wollen, hat das Ziel dieses Termins im vollen Maße erreicht.

Wo? Bibliothek im Helmholtz-Institut, Pauwelsstraße 20
Dozentinnen und Dozenten Professor Martin Baumann, Ricarda Bardenhewer
Eintritt frei
 

Donnerstag, 22. August 2019, 16:30 Uhr

Keine Angst vor (Fahr-)Planix... Softwareentwicklung für pünktlichen Verkehr

Schon im alten Rom galt es, einen irren Verkehr zu organisieren… Heutzutage müssen dafür Fahrzeugflotten- und Mitarbeitereinsätze geplant und optimiert, sowie der Betrieb des öffentlichen Verkehrs überwacht und gesteuert werden. Die dafür notwendigen adaptiven IT-Systeme entstehen dabei mittels moderner Methoden: agile Entwicklung ist der Zaubertrank. Wie und wozu diese an der spannenden Schnittstelle zwischen Softwareentwicklung und Betriebsplanung bzw. -lenkung im öffentlichen Verkehr eingesetzt werden, erfahrt ihr hier.

Mit maßgeschneiderten IT-Systemen sorgt die IVU Traffic Technologies AG seit 40 Jahren mit über 500 Mitarbeitern für einen pünktlichen und zuverlässigen Verkehr in den großen Metropolen der Welt und arbeitet vielseitig mit RWTH-Instituten aus Informatik und Verkehrswesen in Forschung und Lehre zusammen: So wird beispielsweise die Veranstaltung Informationsmanagement für öffentliche Mobilitätsangebote seit 7 Jahren erfolgreich von Mitarbeitern der IVU mitgetragen.

Wo?

Hörsaal 1385|219 - H08 im C.A.R.L., Claßenstraße 11

Eintritt frei
 

Freitag, 27. September 2019, 16:30 Uhr

Orgien! Orgien! Orgien!

Die gar nicht so spektakuläre römische Küche und ihr dekadentes Spiegelbild im kollektiven Gedächtnis. Gierschlünde, die sich stundenlang in ekligen Leibgerichten vergraben und nur aufstehen, um sich schnell zu übergeben, damit die nächsten zehn Gänge in den Magen passen – das Bild ‚spätrömischer Dekadenz‘ sitzt im öffentlichen Bewusstsein immer noch ziemlich fest.

War es damals wirklich so schlimm? Wie so oft hat Asterix als einprägsamer Signalverstärker für ein modernes Klischee gewirkt: Die schönsten Orgien haben erst die Historienromane seit dem 19. Jahrhundert und natürlich das Kino veranstaltet. Komplett unschuldig ist die Antike an ihrem schlechten Ruf allerdings nicht...

Wo?

Hörsaal 1385|219 - H08 im C.A.R.L., Claßenstraße 11

Eintritt frei